Shelter-Workshop 2 – Schlafmodul für Menschen ohne Wohnung
Wir entwickeln mobile Unterkünfte für und mit wohnungslosen Menschen. Machst Du mit?
Hamburg hat mit 1,75 von 100 Einwohner:innen (Stand: 31. Januar 2026) die bundesweit höchste Quote an Wohnungslosigkeit – mehr als das Dreifache des Bundesdurchschnitts (0,54). Viele dieser Menschen schlafen ungeschützt im Freien.
Konzepte wie “Housing First” zeigen, dass eine eigene Wohnung der wirksamste Weg aus der Wohnungslosigkeit ist. Doch bezahlbarer Wohnraum ist knapp, und der Weg dorthin dauert. Genau hier möchte unser Projekt Shelter unterstützen: als würdevolle Zwischenlösung, die kurzfristig Schutz bietet – nicht als Ersatz für eine Wohnung, sondern als Ergänzung zu bestehenden Hilfesystemen.
In unserer neuen Workshopreihe widmen wir uns diesen mobilen Zwischenlösungen. Dazu schauen wir erstmal, was wohnungslose Menschen brauchen, um draußen sicherer und geschützter zu schlafen – und wie sich das mit den Anforderungen an Mobilität, Gewicht und Praktikabilität etc. im Alltag vereinbaren lässt. Wenn wir das wissen, machen wir uns gemeinsam an einige Lösungen bestehender Probleme und entwickeln neue Ideen für ein faltbares, transportables Schlafmodul.
Wichtig sind dabei auch die Erfahrungen und die fachliche Einschätzung der Menschen, die das Modul später nutzen sollen, damit die Shelter wirklich mit – und nicht nur für – die „Zielgruppe“ entstehen.
Wenn wir unsere Entwürfe ausgesucht haben, setzen wir sie gemeinsam um und bauen erste Prototypen. Ziel ist es, drei Prototypen zu entwickeln, aus denen eine fertige Lösung hervorgeht, die wir zukünftig bauen.
Inhalt von Workshop 2: Wie könnte ein gutes Schlafmodul aussehen? (erste Ideen entwickeln)
05.11. | 16 bis 19 Uhr | Offene Recyclingwerkstatt insel e.V.
Wir entwickeln gemeinsam Ideen und finden erste Lösungen. Dafür sammeln wir erste Ideen und skizzieren sie: Wie kann ein Modul aussehen, das sich in wenigen Minuten auf- und abbauen lässt, tagsüber wie ein Stück Gepäck wirkt und nachts Schutz sowie eine private Zone bietet?
Weitere Fragen dazu lauten z.B.: Wie sieht ein Modul aus, das leicht, robust und mit vorhandenem Werkzeug herstellbar ist? Welches Transportsystem passt dazu – ähnlich einem Hand- oder Einkaufswagen? Welche Features sind hilfreich, welche notwendig – etwa Isolierung, Ablagen, eine Lichtquelle? U.v.m.
Die Workshopmodule können auch einzeln besucht werden, sie sind unabhängig voneinander.
Unsere Workshops sind wie immer offen für ALLE interessierten Menschen ab 16 Jahre.
Nach der Workshopreihe besprechen wir die weiteren konkreten Termine für die Entwicklung, Test und Umsetzung.
Für den gemeinsamen Bau der Prototypen sind weitere Gruppentreffen geplant, an den sich alle, die Lust haben, beteiligen können.
Ermöglicht wird diese Workshopreihe von der Postcode Lotterie. Dankeschön!
Weiter geht es dann übrigens so:
Workshop 3: Material & Technik (konkrete Ideen ausarbeiten)
19.11. | 16 bis 19 Uhr | Offene Recyclingwerkstatt insel e.V.
Wir werten die bisherigen Ideen aus Workshop 2 aus und entwickeln erste Entwürfe.
Dabei nähern wir uns Material und Bauweise an: Welche Materialien sind wetterfest, langlebig und lassen sich gut recyceln oder reparieren – etwa recyceltes Plastik oder Textilreste aus Festivalzelten? Welche Werkzeuge und Verfahren stehen uns in Offenen Werkstätten und Fablabs zur Verfügung
(z.B. CNC-Fräse, Lasercutter, Spritzguss), und wie wirkt sich das auf die Konstruktion aus? Fachliche Anleitung kommt dabei u.a. von einer Tischlerin und Menschen aus anderen Gewerken.
Workshop 4: Vorbereitung der Umsetzung (wir entwickeln Prototypen)
03.12. | 16 bis 19 Uhr | Offene Recyclingwerkstatt insel e.V.
Wir bringen die bisherigen Ergebnisse zusammen und entwickeln daraus ein gemeinsames Konzept: Welcher Entwurf überzeugt die Zielgruppe am meisten, welche Elemente unterschiedlicher Ideen lassen sich kombinieren? Was brauchen wir, um mit dem Bau der ersten Prototypen zu starten? Am Ende dieses Workshops steht ein Konzept, mit dem wir in Bauplanung und Prototypisierung gehen.




